Georg Häsler
Preisverleihung: 31. Oktober 2026 – Careum Auditorium, Zürich
Georg Häsler, geboren 1972 in Bern, studierte Klassische Philologie in Bern und Basel. Ab 2002 arbeitete er für das Schweizer Fernsehen, unter anderem als Redaktor und Produzent für «Schweiz aktuell» und die «Rundschau» sowie als SRF-Korrespondent auf dem Westbalkan mit Sitz in Belgrad. 2020 wechselte er zur «Neuen Zürcher Zeitung» und spezialisierte sich publizistisch auf sicherheitspolitische Themen.
2025 erschien Georg Häslers Buch «Alpenallianz statt Sonderfall – strategische Überlegungen zur Schweiz in einer multipolaren Welt». Er zeigt, wie die aktuellen Bedrohungen – von hybriden Formen der Kriegsführung bis zur militärischen Gewalt als Mittel der Politik – die Handlungsfähigkeit des globalisierten Kleinstaats einschränken. Als gefährlichstes Szenario für die Schweiz beschreibt er einen Zerfall der europäischen Ordnung, wie sie sich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs entwickelt hat. In seiner Analyse verbindet er die geopolitischen Entwicklungen mit der Frage, wie die Schweiz ihre Eigenständigkeit und ihre demokratische Substanz in einer multipolaren Welt wahren kann und welche Anpassungen dafür notwendig sind. Häsler macht deutlich, dass die innere Kohäsion des Landes und die politische Kultur ebenso entscheidend für die Sicherheit sind wie die militärischen Fähigkeiten.
Mit dem Jahrespreis 2026 zeichnet die Stiftung STAB einen Publizisten aus, der die sicherheitspolitische Lage der Schweiz in einer von roher Machtpolitik geprägten Welt analysiert – und dabei für die Erneuerung der Neutralität auf Basis der Uno-Charta sowie ein Engagement über die Landesgrenzen hinaus plädiert.
Vita Georg Häsler
Georg Häsler, geboren 1972 in Bern, ist klassischer Philologe. Nach mehreren Jahren beim Schweizer Fernsehen arbeitet er seit 2020 als Sicherheitspolitik-Spezialist bei der Neuen Zürcher Zeitung. Er ist Oberst der Schweizer Armee und FDP-Stadtrat in Bern.
Laudator/in: Divisionär a.D. Alain Vuitel
Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Neuenburg sowie Internationale Studien am King’s College London. Seine militärische Laufbahn führte ihn über verschiedene Kommando- und Stabsfunktionen bis an die Spitze der Schweizer Armee. Zu seinen wichtigsten Stationen zählen die Funktion als Chef des Militärischen Nachrichtendienstes sowie die Gründung des Kommandos Cyber der Schweizer Armee.
Von 2024 bis Ende Juni 2026 war er als Stabschef Operative Schulung verantwortlich für die Planung und Durchführung von Übungen auf Stufe Armee sowie für die militärstrategische Ausbildung der höheren Stabsoffizierinnen und Stabsoffiziere.